SZ 23.12.2025
13:21 Uhr

Spirituosen: Jim Beam stellt 2026 keinen  Whiskey am Stammsitz in Kentucky her.


Der Whiskey-Hersteller setzt die Produktion an seinem Stammsitz in Kentucky für das gesamte kommende Jahr aus. Medienberichten zufolge sollen eine schwächere Nachfrage und Trumps Zollpolitik das Unternehmen belasten.

Spirituosen: Jim Beam stellt 2026 keinen  Whiskey am Stammsitz in Kentucky her.

Der amerikanische Whiskey-Hersteller Jim Beam produziert 2026 keinen Whiskey am Stammsitz im Bundesstaat Kentucky. „Wir prüfen stets die Produktionsmengen, um den Bedarf der Kunden bestmöglich abzudecken, und haben uns kürzlich mit unserem Team getroffen, um die Mengen für 2026 zu besprechen“, erklärte das Unternehmen. Im kommenden Jahr sollten am Stammsitz Verbesserungen ausgeführt werden, das Besucherzentrum dort bleibe geöffnet, und andere Destillerien des Unternehmens würden normal weiter produzieren, hieß es.

Die Hersteller des Bourbon-Whiskeys in Kentucky hatten  Medienberichten zufolge zuletzt mit schwächerer Nachfrage zu kämpfen sowie mit der Unsicherheit, die von der Zollpolitik der US-Regierung ausgeht. Das Unternehmen erklärte, die Abfüllung und das Lager blieben auch im kommenden Jahr weiter am Stammsitz in  Clermont. Es werde derzeit geprüft und mit Gewerkschaften besprochen, wie die Mitarbeiter der stillgelegten Produktion am besten eingesetzt werden könnten.

Jim Beam ist eine Traditionsmarke: Bereits im Jahr 1795 begann Johannes Jakob Böhm, ein Sohn deutscher Einwanderer, der sich später in Jacob Beam umbenannte, in Kentucky mit der Bourbon-Herstellung. Jim Beam, inzwischen eine der meistverkauften Whiskey-Marken weltweit, gehört seit 2014 zum japanischen Getränkehersteller Suntory Global Spirits. Bourbon wird aus einer Getreidemischung hergestellt, die mindestens 51 Prozent Mais beinhalten muss, wie der Destillerieverband von Kentucky erklärt. Der Bourbon muss dann in neuen Eichenfässern gereift werden.

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